Herzlich Willkommen
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2009 | Stadtökologischer Lehrpfad in Bocholts City

1 | Langenbergpark – Von Baum zu Baum …

können Eichhörnchen vom Langenbergpark zum Stadtrand und zurück hüpfen. Durch die großen umliegenden Villengärten ist der kleine Stadtpark – ein ehemaliger Friedhof – hervorragend mit dem Umland verbunden. Vögel, Fledermäuse, Igel, Schmetterlinge und andere Insekten erobern auf dieser Grünschneise die Stadt als Lebensraum. Das Naturerlebnis in der Stadt trägt in hohem Maße zur Lebensqualität des Menschen bei.

 

2 | Liebfrauenkirche – Die Kirche und der wilde Wein …

sind offen für Mensch und Tier. Die Wandbegrünungen bilden Aufenthaltsräume & Nahrungsspeicher für Tierarten, wie Vögel, Insekten und andere mehr. Die Angst vieler Menschen vor Ungeziefer in den Kletterpflanzen ist unbegründet. Sogar Krankenhäuser sind seit Jahrzehnten begrünt. Eine positive Auswirkung auf das Stadtklima könnte schon dann erwartet werden, wenn rund 10% aller Gebäudeflächen sinnvoll begrünt wären.

3 | Theodor-Heuss-Ring – Offen für Regenwasser …

sind die breiten Rasenfugen der Auto-Stellplätze auf diesem Parkplatz. Somit kann ein großer Teil des Wassers in das Erdreich versickern und das Grundwasser anreichern. Hierdurch wird auch der Boden durchlüftet und durchfeuchtet, was wiederum die Lebensbedingungen der umstehenden Bäume erheblich verbessert. Auch im privaten Bereich sollten so wenig Flächen wie möglich versiegelt werden, zumal Alternativen
wie Rasengittersteine, Öko-Pflaster, Kiesel oder Häcksel auch den Zweck erfüllen …

 

4 | Aa-Promenade – Et is nörgens bäter as in Bokelt

an der Aa-Promenade. Geradezu idyllisch präsentieren sich hier zwei Aa-Bögen in ihrer ganzen Pracht: Üppig bewachsene Uferstreifen und Wasserpflanzen Gürtel, in denen Stockenten und Teichhühner brüten, eingerahmt von mächtigen Bäumen vor der Kulisse alter, großzügiger Villengärten. Doch leider wurde die Aa in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder begradigt, vertieft und streckenweise mit Wänden aus Stahl oder Beton eingefasst.

 

5 | IHK – Wie Konfetti ...

sind Grünanlagen, Gärten, baumbestandene Schulhöfe und Kirchplätze, Alleen, Hecken und Einzelbäume über das Stadtgebiet verteilt und geben dem Stadtbild einen grünen Anstrich. Psychologen und Mediziner wissen: der moderne Mensch benötigt zu seinem Wohlbefinden den Kontakt zum Grün, ähnlich wie die Luft zum Atmen, insbesondere in der steinernen Umwelt der Städte.

 

6 | St. Josef-Kirche – Akrobatische Flugspiele gratis

bieten Dohlenschwärme von Zeit zu Zeit dem aufmerksamen Beobachter der Kirchturmspitze. Wie der Mauersegler gehören sie als ursprüngliche Felsenbewohner heute zu den Charaktervögeln der Städte.

Auch die gefährdeten Fledermäuse finden im und am Kirchturm ein reiches Angebot für Quartiere und Wochenstuben. Kirchen und Kirchplätze mit oft mals alten Baumbeständen stellen somit für die städtische Fauna ganz besondere Lebensräume dar.

 

7 | Hohenzollernstraße – Das Leben ist grausam …

für so manchen Stadtbaum. Eingezwängt zwischen Asphalt und Pflastersteinen, Staub und Abgase unzähliger vorbeifahrender Autos oftmals wird seine Rinde ramponiert und auch Wind, Eis und Schnee muss er verkraften. Sollte er dann Schwäche zeigen, fällt er bisweilen der Säge zum Opfer. Es ist der Mensch, der Bäume zum Leben braucht, während die Bäume ohne den Menschen leben können.

 

8 | Karolingerstraße (Höhe Teutonenstraße) – Das Umspannwerk, eine Schaltzentrale …

der Stromversorgung, ist Grundlage des pulsierenden Lebens der Stadt mit unterschiedlichen Nutzern elektrischer Energie: von der Nachttischlampe bis zum Kirmeskarussell – ohne Strom würde nichts mehr laufen.

 

9 | Hagensweiden – Wie Kraut und Rüben …

sieht es hier aus, mag sicherlich manch ordnungsliebender Mensch im Vorbeigehen denken, wenn er das Durcheinander verschiedener wild wuchernder Stauden und Gräser im trockengefallenen Bachbett der Alten Aa sieht. Den Kontrast hierzu stellen am anderen Ufer die gepflegten Kleingärten dar, welche, liebevoll angelegt und mit viel Fleiß bearbeitet, ihre Besitzer mit Obst und Gemüse versorgen. Beide Formen städtischen Grüns ergänzen sich und haben eine hohe Bedeutung für den Lebensraum Stadt: Sind es im Kleingarten Singvögel und Bienenarten, die dort geeignete Lebensbedingungen vorfinden, bietet das ungenutzte Bachbett seltenen Pflanzen und Tieren ein Zuhause, wie z.B. dem Mädesüß oder dem Grünen Heupferd.

 

10 | An der Alten Aa – Platz für eine Lindenallee …

findet sich im Stadtgebiet nur höchst selten. Hier am Ufer der Alten Aa haben die Bäume genug Platz, um Kronen und Wurzeln zu entfalten. Diese transportieren Wasser und Nährstoffe nach oben, versorgen damit die Blätter, und schließlich verdunstet das Wasser. Durch die dabei entstehende Verdunstungskälte und durch ihren Schattenwurf kühlen die Bäume an heißen Sommertagen die Luft unterhalb der Krone zum Vergnügen der Menschen. Auch der Anblick des harmonischen und friedlichen Bilds der beiden Baumreihen trägt in hohem Maße zur Stadtbild-Qualität bei.

 

11 | Aa-Brücke – Ein kleiner Fluss mit großer Aufgabe …

ist die Bocholter Aa, die bei Velen entspringt und etwa 50 km westlich bei Ulft/NL in die Issel mündet. Anhaltende Regenfälle lassen den Pegel nur wenigen Tagen um beachtliche Dezimeter steigen. Auch die Fließgeschwindigkeit nimmt zu, und unser kleiner Fluss transportiert plötzlich 30.000l Wasser/pro Sek. Seine Arbeit wird ständig schwerer: immer mehr Flächen werden durch Gebäude und Straßen versiegelt und über Regenwasserkanäle direkt in den Fluss entwässert. Regenwasser im Boden versickern zu lassen, ist daher ein sinnvoller Beitrag zur Stadtökologie.

 

12 | Diepenbrockschule – Strom und Wärme gleichzeitig …

erzeugt dieses sogenannte Blockheizkraftwerk. Die erdgasbetriebenen Verbrennungsmotoren erzeugen Strom und Wärme, die in ein Nahwärmenetz eingespeist wird. Auf diese Weise lassen sich 85% der eingesetzten Energie ausnutzen. Die Stadt ist ein guter Einsatzort für Blockheizkraftwerke, da dort viel Strom benötigt wird und die Wege des erzeugten Warmwassers zum Verbraucher sehr kurz sind.

 

13 | Nordwall – Nur zum Spaß …

sind viele der täglich hier vorbeifahrenden 20.000 Autos unterwegs. Gemessen in Fahrzeug-Kilometern machen die Freizeit-Fahrten bereits mehr als 50% der gesamten Verkehrslast aus – Tendenz steigend!

45% aller Kfz-Fahrten reichen nicht weiter als 3 km, wobei meistens Frau/Mann nur allein im Auto sitzt. Die Folgen dieser pervertierten Mobilität sind bitterer Ernst: Tödliche Unfälle, Lärm, Luftverschmutzung und kostspielige Straßenbauten, die obendrein noch Wohnqualitäten erheblich verschlechtern. Nicht zu vergessen 24.460 kg Abfälle für die Produktion eines einzigen PKW – von der Erzmine bis zur Karosserie und vom Erdölbohrloch bis zum Armaturenbrett; Zahlen, die nachdenklich machen und zum Umsteigen motivieren. Umsteigen auf Inliner, Rad, Bus und Bahn …

 

Viel Spaß bei dem Rundgang.



PDF Flyer - Stadtökologischer Lehrpfad
Stadtoekologischer_Lehrpfad.pdf
PDF-Dokument [900.4 KB]

Das Projekt ”Stadtökologischer Lehrpfad”
wurde von folgenden Firmen unterstützt:

 

cosmoTEL IT GmbH Hamminkeln

Hotel Kupferkanne Bocholt

Elektro Nienhaus GmbH Bocholt

Tenbeck Immobilien & Versicherungen Bocholt

ESB Entsorgungs- und Servicebetrieb Bocholt

Volksbank Bocholt eG Bocholt

enk druck&media GmbH Bocholt

Orthopädie – Schuhtechnik Kampshoff Bocholt

Fliesen Hüning OHG Bocholt

St. Georgius-Apotheke Bocholt

Hagebaumarkt Bocholt

Niehaus Möbel Bocholt

Niehaus Küchen GmbH Bocholt

Korhammer Design GmbH Bocholt

Effekt Grafik GmbH & Co. KG Bocholt



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